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Weitere WWF-Vorwürfe

WWF wusste, dass Indigene Nationalpark ablehnen – aber verheimlichte es den EU-Geldgebern

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 11.3.19

Weitere Enthüllungen der Nachrichtenseite Buzzfeed zeigen, dass der WWF wusste, dass lokale Anwohner*innen die Schaffung eines riesigen Nationalparks in der Republik Kongo ablehnen. Doch der WWF verheimlichte dies der EU, die 1 Million Euro für das Projekt gab.

Ein Gutachter, der im Auftrag des WWF Anwohner*innen zum geplanten Nationalpark Messok Dja befragte, stellte fest, dass viele gegen das Projekt sind und „diese Initiative mit der Zunahme von Repression durch die Wildhüter in Verbindung bringen“. Darunter waren auch Angehörige der indigenen Baka.

Das Gutachten, dass Buzzfeed vorliegt, führt aus: „Sie verbinden das Projekt systematisch mit der Vorstellung, dass sie keinen Zugang mehr zum Wald haben." Anwohner*innen gaben dem WWF die Schuld für das Vorgehen der Wildhüter und waren daher „aus Mistrauen“ heraus „sehr zögerlich“ im Gespräch mit dem Gutachter.

Diese Passagen wurden jedoch aus der Einreichung des WWF bei der EU entfernt. Stattdessen war dort zu lesen: „Insgesamt blicken die Gemeinden des untersuchten Gebietes weiterhin positiv für die Schaffung eines Schutzgebietes in Messok Dja“.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: „Diese jüngste Enthüllung von Buzzfeed zeigt einen bewussten Versuch des WWF, vor seinen Geldgebern die Tatsache zu verbergen, dass viele lokale Anwohner*innen das Schutzgebiet Messok Dja ablehnen.“

„Ihre Vorbehalte dürften niemanden überraschen. Man hätte nur die Baka in der Region fragen müssen – was Survival wiederholt getan hat. Sie haben ihre Ablehnung konsequent zum Ausdruck gebracht und haben bereits unzählige Misshandlungen durch vom WWF finanziert Wildhüter erlebt.“

„Angehörige der Baka haben selbst an die EU und an den zweiten großen Unterstützer des Projektes, das UNDP, geschrieben, um ihnen zu sagen, dass sie sich dem Park widersetzen.“

„Wenn der WWF noch einen Funken Anstand übrig hat, muss er jetzt seinen Plan, Messok Dja in ein Schutzgebiet zu verwandeln, aufgeben und stattdessen die Baka fragen, wie er ihnen helfen kann die Wälder zu schützen, um die sie sich so lange gekümmert haben.“

Michel, ein Baka-Mann aus Messok Dja, berichtete gegenüber Survival 2018: „Wir haben so viel gelitten. Wenn du in den Wald gehst, schlagen sie dich, sie [die Wildhüter] zerstören dein Haus. Wir wollen nur in Frieden im Wald sein.“




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