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Aktuell

Mehrheit für NP Spessart (mit AKTION)

Absolute Mehrheit für Nationalpark Spessart

Aktuelle Umfrage zeigt 64 Prozent Zustimmung für einen Nationalpark in der Region Spessart
Umweltverbände: Landesregierung muss endlich eigenen Kabinettsbeschluss umsetzen


Gemeinsame Pressemitteilung von BUND Naturschutz in Bayern (BN), Greenpeace, dem LBV (Landesbund für Vogelschutz) und WWF Deutschland, 14.3.17

München – Eine deutliche Mehrheit von 64 Prozent der Bewohner in der Region Bayerischer Spessart und Unterfranken befürworten die Einrichtung eines Nationalparks. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage, die der BUND Naturschutz in Bayern (BN), Greenpeace, der LBV (Landesbund für Vogelschutz) und der WWF Deutschland am Dienstag in München vorgestellt haben.

Demnach sind 29 Prozent der Meinung, dass die Einrichtung eines Nationalparks in der Region „sehr gut“ wäre. 35 Prozent halten dies für „eher gut“. 29 Prozent halten einen Nationalpark für „eher schlecht“ (17 Prozent) oder „sehr schlecht“ (12 Prozent). Sechs Prozent der Befragten machten keine Angabe. Die Umfrage zeigt außerdem, dass eine umfassende und sachliche Informationspolitik eine noch breitere Zustimmung ergeben würde: So antworteten fast drei Viertel der Befragten, die dem Nationalpark ablehnend gegenüberstehen, dass sie eher zustimmen würden, wenn Zugang und Nutzung des Waldes für die Bevölkerung nicht eingeschränkt werden. Das Bayerische Umweltministerium hat hinsichtlich des Zugangs bereits klare Zugeständnisse gemacht. Spitzenvertreter der vier Umweltverbände appellierten daher an die Landesregierung, sich durch populistische Stimmungsmache seitens der Nationalpark-Gegner nicht beirren zu lassen. Der entsprechende Kabinettsbeschluss Pro-Nationalpark müsse nun endlich umgesetzt werden.

Der Spessart gilt als größtes zusammenhängendes Mischlaubwaldgebiet Deutschlands. Nach Ansicht der Verbände hat zudem der Steigerwald Nationalpark-Potential. Auch hier sprach sich bei einer Umfrage im November 2016 eine deutliche Mehrheit dafür aus.

„Wir freuen uns, dass es sowohl im Steigerwald wie nun auch im Spessart doppelt so viele Menschen gibt, die einen Nationalpark begrüßen, als diejenigen, die ihm noch kritisch gegenüberstehen. Bayern hat neben dem Steigerwald das landschaftliche Potential für mehrere Nationalparke: zu Recht sind Spessart, Ammergebirge, Rhön und die Donau- und Isarauen in der öffentlichen Diskussion!“, betont der BN-Vorsitzende Hubert Weiger.

„Die Mehrheit der Menschen im Spessart sehen die Chance für ihre Region und die Natur – sie geben dem Nationalpark grünes Licht. Dies sollte mehr als genug Ansporn für Ministerpräsident Horst Seehofer und seine Regierung sein, der derzeitigen Desinformationskampagne eine Informationskampagne entgegenzusetzen“, sagt Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland.

„Nationalparke sind die Kronjuwelen des Naturschutzes weltweit. Aber sie sind noch mehr: ihre Wildnis begeistert die Menschen und kann durch Tourismus erhebliche wirtschaftliche Vorteilen für eine Region mit sich bringen. So wurde in den bestehenden Nationalparken Bayerischer Wald und Berchtesgaden eine große Anzahl von Arbeitsplätzen geschaffen und eine Nettowertschöpfung von alljährlich vielen Millionen Euro erzielt. Der anfängliche Widerstand in diesen beiden Regionen ist durch die sehr positiven Erfahrungen weitgehend verschwunden. Wir sollten die Erfahrungen aus dem Nationalpark Bayerischer Wald und Berchtesgaden intensiv bei der Ausweisung eines dritten Nationalparks in Bayern nutzen“, so Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV.

„Die Landesregierung hat immer wieder bekräftigt, einen dritten Nationalpark in Bayern nicht gegen die Bevölkerung vor Ort einrichten zu wollen. Unsere Umfrage zeigt, der Nationalpark Spessart hat die Rückendeckung der Menschen in der Region. Der Freistaat muss demensprechend handeln und darf nicht vor einigen wenigen Krawallmachern einknicken“, bekräftigt Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz Deutschland beim WWF.


Schluss mit der Märchenstunde

Die Gegner des geplanten Nationalparks im Spessart sind laut und präsent. Doch sie vertreten nicht die Mehrheit der Bevölkerung in der Region, stellt eine aktuelle Umfrage fest.

Von Greenpeace-Online, 14.3.17

Geschichten über Hexen, Riesen oder Wassergeister: Dass über den Spessart Märchen erzählt werden, ist nichts Neues. Derzeit wird dort jedoch unter anderem mit Unwahrheiten über mögliche Verbote und Nachteile gegen einen möglichen Nationalpark Stimmung gemacht. Deshalb stellt Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Umweltverbände BUND, WWF, LBV und Greenpeace in München eine aktuelle Umfrage vor und ein paar Fakten zum Nationalpark Spessart richtig. So soll beispielsweise der uneingeschränkte Zugang für die Bevölkerung entgegen vieler Befürchtungen auch im Nationalparkgebiet bestehen bleiben.

Ein dritter Nationalpark in Bayern ist bereits beschlossene Sache – das Umweltministerium ist noch auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Der derzeit aussichtsreichste Kandidat dafür liegt im Spessart, rund ein Zehntel der Waldfläche ist vorgesehen. Hier darf Natur sich selbst überlassen sein. Ministerpräsident Horst Seehofer wie Umweltministerin Ulrike Scharf (beide CSU) stehen hinter dem Projekt, doch einige Gegenstimmen, teils aus der eigenen Partei, fahren eine Desinformationskampagne. Sie nehmen der Region die Chance auf einen fairen, sachlichen Dialog.

Lautstark dagegen

Die Bilder kennt jeder im Spessart: Mit Trillerpfeifen, Treckern und Motorsägen erteilten die Gegner, darunter Waldeigner und Holzproduzenten, dem Nationalpark von Beginn an eine laute Absage. „Nationalpark – Nein danke!“ steht auf den Schildern einiger Demonstranten. Sie erwecken den Eindruck, als sprächen sie für große Teile der Bevölkerung. Die Umweltverbände wollten wissen, wie die Menschen in der Region denn nun wirklich zu einem Nationalpark stehen. Dazu wurden insgesamt 1000 Bewohner der Landkreise Aschaffenburg, Miltenberg, Main-Spessart, Würzburg sowie der Städte Würzburg und Aschaffenburg befragt. Das Ergebnis: 64 Prozent befürworten einen Nationalpark im Spessart, vor allem unter jungen Leuten ist die Zustimmung hoch.

Sie haben die Argumente auf ihrer Seite: Vor allem die alten Laubwälder sind heute eine Seltenheit in Deutschland; sie sind Heimat zahlreicher Pflanzen und Tierarten. Der geplante Nationalpark würde zwar lediglich 6,4 Prozent der Gesamtfläche des Spessarts einnehmen, doch auf diesem verhältnismäßig kleinen Raum könnte er bereits große Wirkung entfalten. Zudem belebt ein Nationalpark den Tourismus in der Region.

Nationalpark-Mythen

Die Umfrage belegt allerdings ebenfalls, dass sich Mythen in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben, die das Umweltministerium dringend ausräumen muss. Demnach würden 73 Prozent derer, die einen Nationalpark bisher nicht befürworten, eher dafür sein, wenn der Zugang und die Waldnutzung durch die Bevölkerung nicht eingeschränkt würden. Dabei hat die bayerische Landesregierung bereits klargestellt, dass ein Betretungsverbot in einem potenziellen Nationalpark im Spessart wohl nicht erforderlich ist.

Auch über den Fortbestand der Spessart-Eiche wird viel spekuliert. Gegner des Nationalparks sprechen sogar von einem „Ausrottungsprogramm der Eiche“, da sie fürchten, dass ohne menschliche Eingriffe Buchenwälder überhand nehmen. Dabei würde ein Nationalpark nur einen kleinen Teil des Spessartwaldes umfassen. Außerdem zeigt eine vom Umweltministerium in Auftrag gegebene Expertise von Prof. Dr. Jörg Müller von der Uni Würzburg, dass die Eiche auf Grund der heutigen Baumartenzusammensetzung und Altersverteilung sogar über die nächsten Jahrzehnte hinaus nicht gefährdet ist.

„Die Mehrheit der Menschen im Spessart sehen die Chance für ihre Region und die Natur – sie geben dem Nationalpark grünes Licht“ sagt Martin Kaiser. „Dies sollte mehr als genug Ansporn für Ministerpräsident Seehofer und seine Regierung sein, der derzeitigen Desinformationskampagne eine Informationskampagne entgegenzusetzen.“


Waldbesitzer gegen dritten Nationalpark

OVB-Online, 11. März, 2017

https://www.ovb-online.de/bayern/waldbesitzer-gegen-dritten-nationalpark-7634945.html


Faire Chance für den Steigerwald!

Steigerwald soll bei Nationalparksuche berücksichtigt werden!

Verein Nationalpark Nordsteigerwald, 10.3.17

Mit dieser Petition setzen wir uns dafür ein, dass die Landräte, Oberbürgermeister und die Kommunalpolitiker/innen in den Landkreisen Bamberg, Hassberge und Schweinfurt und den Städten Bamberg und Schweinfurt sich bei der Bayerischen Staatsregierung dafür einsetzen, dass der Steigerwald beim aktuellen Suchprozess zum dritten Nationalpark berücksichtigt wird. Engagierte Bürgerinnen und Bürger im Steigerwald haben den Verein Nationalpark Nordsteigerwald mit dem Ziel gegründet, dass im Nordsteigerwald ein Nationalpark geschaffen wird. Seit ca. 10 Jahren setzen sich Umweltverbände für einen Nationalpark Steigerwald ein. Das Anliegen wird mittlerweile von einer 2/3-Mehrheit der Bevölkerung in der Steigerwaldregion unterstützt. Die bayerische Staatsregierung lehnt es bislang jedoch ab, dass der Steigerwald Nationalpark werden darf und hat das Gebiet sogar vom aktuellen Suchprozess für einen dritten Nationalpark in Bayern kategorisch ausgeschlossen. Auch die Landräte der Landkreise Bamberg, Hassberge und Schweinfurt und weitere Kommunalpolitiker/innen unterstützen eine Nationalpark-Bewerbung des Steigerwaldes bisher nicht.

Machen Sie mit dieser Petition insbesondere den drei Landräten deutlich, dass Sie als Bewohner/innen der Steigerwaldregion, als deren Wähler/innen und/oder als Naturfreunde/innen von ihnen als verantwortliche Kommunalpolitiker erwarten, dass sie sich für eine faire Chance für den Steigerwald einsetzen. Und konkret: dass die Landräte die Staatsregierung bitten sollen, den Steigerwald in den ergebnisoffenen Suchprozess für den dritten Nationalpark einzubeziehen. Denn es liegt in ihrer politischen Verantwortung als Landräte und Kommunalpolitiker, sich für den notwendigen Schutz und die Regionalentwicklung des Steigerwaldes einzusetzen.

Der „Mega-Leuchtturm Nationalpark“ hat eine weiträumige Wirkung, er würde auf den gesamten Naturpark Steigerwald und dessen Umfeld ausstrahlen. Es darf nicht passieren, dass verantwortliche Kommunalpolitiker/innen die in Aussicht gestellten staatlichen Fördergelder in Millionenhöhe, Investitionen und hunderte neue Arbeitsplätze ungeprüft ausschlagen. Zeigen Sie ihnen, dass wir von ihnen als verantwortliche Kommunalpolitiker/innen fordern, sich für die Entwicklung unserer Heimat einzusetzen. Wir wollen von der Staatsregierung dieselbe Chance auf den „3. Nationalpark in Bayern“, dieselbe umfassende Information und dieselbe ergebnisoffene Diskussion, wie andere Gebiete sie erhalten – bevor eine Entscheidung gefällt wird!

Zur AKTION (mit weiteren Informationen).




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