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Aktuell

Umweltverbände zur Schafhaltung

Naturschutz braucht Schafe

WWF Deutschland unterstützt Forderung nach Weidetierprämie

WWF Pressemitteilung, 13.3.18

Der Bundesverband der Berufsschäfer demonstriert heute vor dem Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft für den Erhalt seines Berufsstands. Der WWF Deutschland unterstützt die Schafhalter in ihrer Forderung nach einer Weidetierprämie. Dazu Prof. Dr. Diana Pretzell, Leiterin des Bereichs Naturschutz beim WWF Deutschland:

„Die deutschen Schafhalter leisten einen maßgeblichen Beitrag zum Naturschutz und zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft. Seit Jahren hat es die Bundesregierung verpasst, ihre Leistungen für eine naturverträgliche Bewirtschaftung anzuerkennen. Das Resultat ist der drohende Zusammenbruch des gesamten Sektors. Für den WWF Deutschland sind die Weidetierhalter wichtige Partner um den Erhalt unserer Artenvielfalt zu sichern. Es ist längst überfällig, dass sie durch die Bundesregierung einen angemessenen Ausgleich für ihre ökologischen und gesellschaftlichen Leistungen erhalten. Dafür ist die Weidetierprämie das richtige Instrument. Deshalb fordern wir die Bundesregierung heute gemeinsam mit dem Bundesverband auf: Lassen Sie die Schäfer nicht im Regen stehen!“

Hintergrund:

Rund 900 haupterwerbliche Schäfer gibt es in Deutschland noch, 13 Prozent weniger als 2010. Auf traditionelle und oftmals biologische Weise erzeugen sie Fleisch, Milch, Käse und Wolle und dienen so als Vorbild einer artgerechten Tierhaltung und nachhaltiger Weidewirtschaft. Gleichzeitig sind grasende Schafe und Ziegen ideale Landschaftspfleger: Mit unermüdlicher Kaukraft sorgen sie für dichte und widerstandsfähige Böden und erhalten kulturhistorisch gewachsene Landschaften wie Heideregionen und Deiche aber auch Almen und Waldgebiete.

Schon lange reicht das durch die Lebensmittel- und Wollproduktion erwirtschaftete Einkommen der Schäfer kaum zum Leben. 22 EU-Länder fördern die extensive Haltung von Schafen und Ziegen daher bereits mit einer Weidetierprämie. Die Kosten würden sich in Deutschland auf 20 Millionen Euro belaufen und könnten aus den Agrarzahlungen der EU gedeckt werden. Eine Weidetierprämie sichert nicht nur den Berufsstand sondern ist eine notwendige Investition in den Erhalt wertvoller Grünflächen.


Rettet die Schafhaltung

BUND unterstützt Demonstration von Schäferinnen und Schäfern

BUND Pressemitteilung, 13.3.18

Zur heutigen Demonstration von Schäferinnen und Schäfern mit Schafen vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), kommentiert Christian Rehmer, Leiter Agrarpolitik beim BUND, vorab:

"Ob in der Lüneburger Heide, auf der schwäbischen Alb oder auf den Deichen, Schafe leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaften, zur Biodiversität und zum Hochwasserschutz.

Die Schäferei ist eine der letzten, weitestgehend artgerechten Nutztierhaltungen in Deutschland. Doch der traditionsreiche Berufsstand – und mit ihm der Schafsbestand – ist bedroht. Der BUND steht solidarisch an der Seite der Schäferinnen und Schäfer und fordert die neue Bundesregierung auf, ihren wertvollen Beitrag mit einer Weidetierprämie anzuerkennen. EU-Fördermittel können genau für einen solchen Zweck als gekoppelte Prämien gezahlt werden.

Die Weidetierprämie ist das beste Mittel für die Erhaltung der extensiven Weidetierhaltung. Deutschland ist eines der wenigen Länder in der EU, das auf die Weidetierprämie verzichtet. Im Interesse von Artenschutz und Weidetierhaltung fordern wir von der neuen Bundesregierung außerdem Schutzmaßnahmen und Schadensausgleich bei Wolfsübergriffen. Übergriffe müssen unbürokratisch und vollständig kompensiert werden. Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland und der Erhalt von artenreichen, extensiv bewirtschafteten Grünland-Biotopen sind aus Naturschutzsicht zwei Seiten derselben Medaille."




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