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AKTION zu Teersand aus Kanada

292 km2 Wald retten: Teersand muss im Boden bleiben!

Die Firma Teck Resources plant in Kanada den größten Teersand-Tagebau aller Zeiten. Für die Mine würden 292 km2 Wald und Feuchtgebiete gerodet oder belastet. Durch die extrem klimaschädliche Gewinnung des Erdöls würde der Lebensraum von Karibus und Bären zerstört, der Wood Buffalo Nationalpark bedroht. Teersand muss im Boden bleiben!

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 19.3.18

Schon heute klaffen im Norden des Bundesstaates Alberta tiefe Löcher. In Tagebauen wird ölhaltiger Sand abgebaggert, nachdem der Wald gerodet wurde. In künstlichen Seen steht mit Schwermetallen belastetes Wasser. Staubecken und Raffinerien emittieren giftige Abgase.

Das neue Projekt namens Frontier Tar Sand Mine ist ein ökologisches Monster, größer als alle bisherigen. Es spart kaum eine Umweltsauerei aus. Die Firma Teck Resources investiert 13 Milliarden Euro in die Mine. 2019 will sie mit dem Bau beginnen, ab 2026 täglich 260.000 Barrel Öl fördern – 50 Jahre lang.

Das Öl aus Teersand ist das klimaschädlichste der Welt. Für Gewinnung und Aufbereitung werden weit größere Mengen Energie gebraucht als bei konventionellem Erdöl. Um das Klima zu schützen, muss das Öl im Boden bleiben – durch die Milliarden-Investition würde der Ausstieg aus fossilen Energieträgern zur Illusion.

Für den Export des zähflüssigen Öls sind Pipelines in Planung – und bergen ökologischen Sprengstoff. Die Kinder Morgan Trans Mountain Pipeline soll über die Rocky Mountains an British Columbias Pazifikküste führen. Lecks sind wahrscheinlich. Havariert ein Öl-Tanker, droht die Verpestung der Küste und des Lebensraums seltener Orcas.

Das Minen-Projekt alarmiert auch die Unesco. Die Hüter der Welterbe-Stätten sehen den Wood Buffalo Nationalpark an der Mündung des Athabasca River in Gefahr. Der Fluss ist schon heute belastet; jetzt könnte sich sein Zustand verschlimmern.

Unter der Umweltzerstörung leidet auch die Bevölkerung. So lehnen die Mikisew Cree und Athabasca Chipewyan First Nation das Projekt ab und haben das Land nördlich des Firebag River zur No-go-area erklärt. Doch die Rechte der Indigenen werden missachtet.

Im Sommer fällt die Entscheidung, ob das Projekt genehmigt wird. Wir müssen die Katastrophe verhindern.

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