Aktuell


Update Sibirien Waldbrände

Sibirien: Waldbrandfläche größer als das Saarland

Über 200 Brände beschäftigen die sibirische Feuerwehr derzeit. Mehr als 280.000 Hektar stehen in Flammen – und die Einsatzkräfte kämpfen tapfer weiter. Dennoch ist ein Ende lange nicht in Sicht.

(dpa) - 12. August, 2019

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/katastrophen/id_86255520/sibirien-waldbrandflaeche-groesser-als-das-saarland-kein-ende-in-sicht.html


Zusammenhang mit Klimakrise: Wieder Eisbär-Alarm am Nordpolarmeer

Mehrmals täglich werden Eisbären am Ufer der arktischen Tschuktschensee gesichtet. Dabei kommen sie immer wieder Menschen gefährlich nahe. Eine Ursache dafür ist, dass das Meer immer länger eisfrei bleibt.

(dpa) - 13. August, 2019

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/tiere/id_86257144/wieder-eisbaer-alarm-am-nordpolarmeer.html


Rückkehr der Eisbären

Eisbären dringen wieder in russische Dörfer ein: WWF-Eisbärpatrouillen melden erste Sichtungen und Vorfälle.

WWF Pressemitteilung, 12.8.19

Wie bereits in den vergangenen Jahren sind immer mehr Dörfer in Russlands Norden mit umherstreunenden Eisbären konfrontiert. Inzwischen mehrmals täglich schlagen die Bewohner des Dorfes Ryrkaipiy, am Ufer des arktischen Tschuktschensee, Alarm. Das berichtet die Eisbär-Patrouille, die von den Einheimischen mit Unterstützung des WWF organisiert wird. Waren die Tiere früher nur einige Wochen an Land „gefangen“, müssen sie heute mehrere Monate ausharren. Der Grund: Durch die Klimakrise bleibt das Meer immer länger eisfrei und die Tiere haben daher nicht die Möglichkeit, Robben zu jagen. Ziel der Patrouillen ist es, Mensch-Tier-Konflikte zu vermeiden und Dorfbewohner wie Bären zu schützen.

„Der WWF unterstützt seit zehn Jahren Eisbär-Patrouillen in Tschukotka“, sagt Sybille Klenzendorf, Arktis-Expertin und Artenschutzreferentin bei WWF Deutschland. „Die Arbeit solcher Patrouillen ist für die lokalen Eisbärbestände von enormer Bedeutung. Erstens gewährleisten sie die Sicherheit der Anwohner. Zweitens können Abschüsse von Eisbären vermieden werden.“ Auf lange Sicht helfe jedoch nur ein konsequenter Klimaschutz: „Umso wärmer die Arktis wird. Umso länger das Meer im Jahr eisfrei bleibt. Umso kritischer wird die Situation für Eisbär und Mensch.“

Bereits am 28. Juli tauchte das erste junge Männchen in der Region auf. Es wurde von einer Patrouille aus dem Dorf Kap Weber geleitet. Fünf Kilometer weiter entfernt, in der Nähe des Dorfes Cape Schmidt, verweilte ein Weibchen mit zwei Jungtieren. Weitere Meldungen berichten von zwei Männchen, die in Kap Kozhevnikov erschienen. Eines der männlichen Jungtiere suchte das Dorf bereits zwei Tage hintereinander auf und musste mit Leucht- und Schreckschusspistolen vergrämt werden. Problematisch wird es, sobald sich, wie vergangenes Jahr in Teilen Russlands, die Anzahl der Tiere in Siedlungsnähe erhöht. Und zugleich das Meer nicht zufriert.




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