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AKTION zu Peru Regenwald

Keine Goldmine in unseren Regenwald!

Der Run auf Gold und Kupfer ist ungebrochen. Um einer kanadischen Firma den Abbau im Regenwald von Peru zu ermöglichen, haben Beamte das Gebiet für waldfrei und unbewohnt erklärt. Die indigenen Shawi sind entsetzt. Mit ihrer Lebensweise haben sie den Regenwald bis heute erhalten. Bitten helfen Sie, den Raubbau zu verhindern.

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 3.7.18

Das Verhalten ist beispiellos und skandalös: In Peru erklärten die Behörden 8.900 Hektar Urwald im Amazonasgebiet für waldfrei und unbewohnt, um einer kanadischen Bergbaufirma Konzessionen zum Abbau von Gold und Kupfer zu erteilen. Mit dieser und noch weiteren Manipulationen ignorieren sie bestehende Landrechte und Naturschutzgesetze.

Denn dieser Regenwald wird seit Generationen von den indigenen Shawi bewohnt, deren Existenz und Landrechte die vernatwortlichen staatlichen Funktionäre nun ignorieren. Ohne das Wissen der Waldbewohner haben das Ministerium für Energie und Bergbau sowie das Institut für Bergbau und Metallurgie (INGEMMET) im Eiltempo die Vergabe der Konzessionen in ihrer Heimat vorangetrieben. Der Urwald, den es angeblich gar nicht geben soll, liegt im peruanischen Distrikt Balsapuerto in der Provinz Alto Amazonas.

Nutznießer der Abbaurechte von Gold und Kupfer ist die Firma Minerales Camino Real Perú SAC, eine Tochtergesellschaft des kanadischen Unternehmens Royal Road Minerals Limited.

Peruanische Indigenenorganisationen verurteilen das Verfahren der Behörden scharf. Es verstößt gegen geltendes peruanisches und internationales Recht. Die Genehmigungsgrundlagen sind absurd und widersprüchlich. Es liegen auch keine Umweltverträglichkeitsprüfungen für das Projekt vor, und die Einwohner vom Volk der Shawi wurden ebensowenig konsultiert.

Nicht nur die Indigenen brauchen den Wald zum Leben, auch für die über 60.000 Einwohner der Stadt Yurimaguas ist die intakte Natur unverzichtbar. Die Konzessionen liegen am Fuß der Anden in den Quellgebieten der Flüsse Cachiyacu, Armanayacu und Yanayacu, die in den Paranapura-Fluss und den Huallaga-Fluss münden. Letzterer versorgt die Stadt mit Trinkwasser und darf nicht durch den Goldabbau verschmutzt werden.

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