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Erfolg für Greenpeace Indien

Verschnaufpause in Indien

Die Arbeit für Indiens saubere Zukunft geht vorerst weiter: Ein Gericht gab Greenpeace-Bankkonten wieder frei, die die indische Regierung zuvor aus politischen Motiven sperren ließ.

Von Christina Bednarz, Greenpeace-Online, 28.5.15

Greenpeace Indien kann wieder über die eigenen Gelder verfügen und so die Umweltschutz-Arbeit fortsetzen: gegen Luftverschmutzung, für Trinkwasser und saubere Energie für die indische Bevölkerung - wie hier im Ort Dharnai. Dort versorgt eine von Greenpeace mitentwickelte Solaranlage mehr als 2400 Menschen mit Strom.

Es geht weiter – vorerst jedenfalls: Das höchste indische Gericht in Neu Delhi hob die Sperren für die beiden wichtigsten Inlandskonten von Greenpeace Indien auf. Die Organisation kann somit wieder über ihre Gelder verfügen und neue Spenden entgegennehmen.

Eine große Erleichterung, denn zuvor war der Fortbestand von Greenpeace Indien nur bis Anfang Juni gesichert. Länger hätte das Geld für Mieten, Mitarbeitergehälter und die Kampagnenarbeit der Organisation nicht gereicht, nachdem Indiens Innenminister Rajnath Singh die Kontosperren verfügte. Zuvor hatte er Greenpeace Indien staatsfeindliches Verhalten vorgeworfen; die Organisation legte beim obersten Gericht Widerspruch ein gegen die Repressionen durch den Minister.

Kampagnen gehen weiter

„Wir sind sehr froh darüber, dass das Gericht unser Überleben vorerst gesichert hat“, sagte Samit Aich, Geschäftsführer von Greenpeace Indien. „Wir glauben daran, dass das Innenministerium diese Entscheidung respektiert und uns bis zur Hauptverhandlung nicht mit weiteren willkürlichen Repressionen belegt.“

Denn das Urteil ist eine Verschnaufpause – eine finale Entscheidung über die Arbeit von Greenpeace und somit über das Recht auf Meinungsfreiheit und Umweltschutz steht noch aus. Doch vorerst gehen die Kampagnen für Trinkwasser, saubere Energie und gegen Luftverschmutzung in Indien weiter.

„Wir wollen keine Gerichtsprozesse ausfechten“, sagt Aich. „Unser Anliegen ist es, für eine gesunde Zukunft unseres wunderbaren Landes zu kämpfen. Diese Arbeit hat gerade erst begonnen.“




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