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Illegale Waldrodungen in Paraguay

Paraguay: Massive illegale Waldrodung bedroht einzigartiges indigenes Volk

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 19.11.14

Neue Fotos, die die illegale und großflächige Zerstörung des Gebietes der Ayoreo-Totobiegosode zeigen, schüren neue Befürchtungen um das Überleben der letzten unkontaktierten Indigenen Südamerikas außerhalb des Amazonasgebietes.

Ayoreo-Totobiegosode, deren unkontaktierte Verwandtschaft in den letzten Teilen des Waldes im westlichen Paraguay Zuflucht sucht, müssen hilflos zusehen, wie Viehbetriebe sich illegal auf ihrem Land ausbreiteten und den Wald abholzten. Die Regierung Paraguays hat ihre Forderung nach Hilfe ignoriert.

Satellitenbilder zeigen, dass sich die zwei Betriebe Yaguarete Porá S.A und Itapoti S.A ein Abholzungs-Wettrennen liefern und damit nationalen und internationalen Vorschriften trotzen.

Yaguarete ist im Besitz des brasilianischen Viehzüchters Bastos Ferra, der zu Beginn des Jahres den Aufruf der Totobiegosode zurückgewiesen hatte, die Zerstörung des Waldes zu beenden. Guiejna, eine Ayoreo-Frau, an dem Tag ihres ersten Kontaktes mit Außenstehenden im Jahr 2004. Ihre Verwandten verbergen sich noch immer im Wald.

Die Interamerikanische Menschenrechtskommission untersucht die Notlage der Ayoreo und hat kürzlich Regierungsminister getroffen, um herauszufinden, weshalb der 1993 erhobene Anspruch der Totobiegosode auf ihr Land bisher nicht geltend gemacht wurde. Der Westen Paraguays, der bis vor kurzem noch von Wald bedeckt war, verzeichnet die höchste Abholzungsrate der Welt.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagt heute: „Die unkontaktierten Ayoreo-Totobiegosode stehen einer Katastrophe gegenüber, wenn ihr Land nicht geschützt wird. Sie sind eine der gefährdetsten Gesellschaften des Planeten. Es ist beschämend, dass die Behörden Paraguays die Viehzüchter einfach mit der Abholzung des Waldes fortfahren lassen, wohlwissend, dass dies der letzte Zufluchtsort der Totobiegosode ist. Sofern die öffentliche Meinung sie nicht zum Handeln drängt, haben die Indigenen keine Zukunft.“




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