Aktuell


Neue Amazonas-Erzmine genehmigt

Brasilien: Betriebsgenehmigung für gigantische Eisenerzmine im Amazonas erteilt

Latina Press, 19. Dezember, 2016

http://latina-press.com/news/231508-brasilien-betriebsgenehmigung-fuer-gigantische-eisenerzmine-im-amazonas-erteilt/


Illegaler Bergbau: Mehr als 10.000 Hektar Regenwald binnen vier Jahren zerstört

Nachrichtenpool Lateinamerika, 1. Dezember, 2016

https://www.npla.de/poonal/illegaler-bergbau-mehr-als-10-000-hektar-regenwald-binnen-vier-jahren-zerstoert/


Peru: Berüchtigte „Todesstraße“ eines Priesters spaltet Land unkontaktierter Völker

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 19.12.16

Eine neue „Todesstraße“, die von einem kontroversen italienischen Priester unterstützt wird, könnte das Land mehrerer unkontaktierter Völker im Herzen des unkontaktierten Amazonas-Grenzlandes durchtrennen.

Die Straße soll demnächst von Perus Kongress genehmigt werden. Sie würde durch 270 km der artenreichsten und sensibelsten Schutzgebiete Amazonies verlaufen.

Das Projekt wird seit Jahren von Vater Miguel Piovesan unterstützt, einem katholischen Priester, der die angestammten Völker als „prähistorisch“ bezeichnet und internationale NGOs angreift, weil sie Bedenken gegenüber dem Plan geäußert haben.

Die Straße wurde 2012 vom peruanischen Kongress abgelehnt. Trotzdem wurde die Arbeit daran viele Jahre lang illegal weitergeführt. Jetzt wurde das Projekt erneut vom Kongressabgeordneten Carlos Tubino vorgeschlagen.

Unkontaktierte Völker sind die bedrohtesten Gesellschaften des Planeten. Es gibt geschätzt etwa 15 unkontaktierte Völker in Peru, viele davon in der Region, in der die Straße gebaut wird.

Survival International hat Beschwerde bei den Vereinten Nationen eingelegt, in der die katastrophalen Auswirkungen für die unkontaktierten Indigenen dargelegt werden. Survival fordert von der peruanischen Regierung, gegen den Plan Einspruch zu erheben. Von den 3-4.000 Menschen in dem Gebiet sind ca. 80% indigen. Die meisten davon sind gegen den Bau der Straße.

Emilio Montes, Präsident der indigenen Organisation FECONAPU in Puerto Esperanza sagte: „Wir lehnen die Straße kategorisch ab. Wir Indigenen haben keinen Vorteil davon, nur die Holzfäller, Bergbautreibenden, Ölfirmen und Drogenhändler. Die Straße bedroht das Leben unserer unkontaktierten Verwandten, wie das der Mashco Piro. Sie wird unsere Tiere und Pflanzen zerstören. Sie sollten stattdessen unser angestammtes Land respektieren. Wir haben immer hier gelebt und unsere Kinder müssen dies fortführen. Wir brauchen eine andere Art von Entwicklung, die nachhaltig für unsere Ressourcen sorgt: So dass wir vernünftig leben können und unsere Zukunft gesichert ist.“

Survival-Direktor Stephen Corry sagte: „Wenn diese Straße gebaut werden sollte, wird sie die unkontaktierten Völker zerstören und so ihre 'Entwicklung' für immer beenden. Survival kämpft seit Jahrzehnten gegen solche Straßenprojekte in diesem Teil des Amazonasgebietes. Wem sollen sie nützen? Wenn Peru fundamentale Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit respektiert, muss es diese Pläne verhindern.“




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