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Aktuell

Rodung für Elektro-SUV (mit AKTION)

Petition: Es eilt! Tesla will 154,5 Hektar Wald roden!

Der Auto-Konzern Tesla will in Brandenburg für eine Fabrik so schnell wie möglich 154,5 Hektar Wald roden. Das Projekt reiht sich ein in Vorhaben, bei denen Natur und landwirtschaftliche Flächen für Siedlungen, Straße und Industrie planiert werden. Deutschlandweit sind das jeden Tag 58 Hektar. Dieser Flächenfrass muss ein Ende haben!

"Rettet den Regewald e.V. Pressemitteilung, 4. Februar, 2020

Tesla möchte so schnell wie möglich einen großen Teil des Waldgebietes roden – noch vor der Baugenehmigung. Der Konzern drückt in der Gemeinde Grünheide aufs Tempo, weil mit Beginn der Vegetationsperiode im März keine Bäume mehr gefällt werden dürfen.

Es geht Schlag auf Schlag: Derzeit liegen die Pläne aus, bis zum 5. März können Bürger Stellung nehmen, für den 18. März ist ein Erörterungstermin geplant – 2021 soll die Produktion beginnen.

Zunächst sollen 150.000 Elektroautos der Modelle 3 und Y vom Band der „Gigafactory“ rollen, nach vollem Ausbau der Fabrik schließlich 500.000. Im ersten Bauabschnitt investiert Tesla über eine Milliarde Euro, insgesamt sollen es vier Milliarden sein.

Doch so schnell wie es sich Tesla-Chef Elon Musk und seine Manager vorstellen, dürfte es nicht gehen. Bürgerbeteiligung ist mehr als Formsache – und vor Ort regt sich Widerstand. Viele Einwohner sehen durch die Fabrik die Wasserversorgung in Gefahr, machen sich Sorgen wegen Emissionen und kritisieren den zusätzlichen Verkehr (463 Lkw pro Tag und 2.828 Autos der Beschäftigten je Schicht).

Im Zentrum steht jedoch der Wald!

Die insgesamt 300 Hektar große Fläche liegt inmitten des Landschaftsschutzgebietes Müggelspree-Löcknitzer Wald- und Seengebiet und beherbergt womöglich Fledermäuse, Zauneidechsen und Wölfe. Obwohl das bisher nicht detailliert untersucht wurde, steht die Genehmigung unmittelbar bevor.

Das Projekt reiht sich ein in zahlreiche Vorhaben, bei denen die Natur und landwirtschaftliche Flächen planiert werden. Deutschlandweit sind das jeden Tag weitere 58 Hektar. Beispielsweise in Hamburg, wo der Autokonzern Daimler für die Erweiterung seines Werks ein Niedermoor zerstören würde. Oder in Wölfersheim, wo REWE ein Logistikzentrum plant.

Diese Vernichtung von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere muss aufhören!

Zur AKTION


Tesla steht nicht über dem Gesetz

Rodungen gestoppt
Gigafabrik könnte Trinkwasserversorgung gefährden


Grüne Liga Brandenburg e.V. Pressemitteilung, 16.2.20

Potsdam/Grünheide. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat am gestrigen Nachmittag auf Antrag der Grünen Liga Brandenburg e.V. die Fortsetzung der Fällung von 91 ha Wald in Grünheide (Mark) solange gestoppt, bis es über die vorliegenden Eilanträge abschließend entscheidet. Das Oberverwaltungsgericht hat angekündigt, das Verfahren mit hoher Priorität zu bearbeiten.

„Diese Entscheidung zeigt: Tesla steht nicht über dem Gesetz. Dass Ministerpräsident Woidke dem Investor einen solchen Zeitplan verspricht, haben wir als öffentliche Aufforderung zum Rechtsbruch empfunden. Alle Beteiligten sollten auf den Boden der Tatsachen zurückkehren und den Tesla-Antrag genauso sorgfältig prüfen, wie das bei jedem anderen Antragsteller auch erfolgen muss.“ sagte Heinz-Herwig Mascher Vorsitzender des Grüne Liga Brandenburg e. V..

Zum Eilantrag gegen den Vollzug des „vorzeitigen Beginns“ erläutert Rechtsanwalt Dirk Teßmer: „Die Anlage von Tesla ist noch nicht genehmigt und für eine vorzeitige Freigabe von Baumaßnahmen gibt es gesetzliche Voraussetzungen, die hier eindeutig nicht erfüllt sind.“ So dürfen die Arbeiten erst erfolgen, wenn eine belastbare Prognose zur Genehmigungsfähigkeit vorliegt. Hierfür müssen aber die Stellungnahme von Fachbehörden, Umweltverbänden und Öffentlichkeit bekannt sein. Diese müssen erst am 5. März vorliegen.

Am gestrigen Abend hatte Tesla auch zwei Stunden nach Erlass der gerichtlichen Verfügung die Rodungen noch nicht eingestellt. Erst nach Einschreiten der Polizei wurden die Arbeiten gestoppt.

Die beantragte Giga-Fabrik könnte sowohl die Trinkwasserversorgung der Region gefährden als auch die Verkehrsanbindungen überlasten:
  • Der Wasserverband Strausberg-Erkner hat bereits heute mit Wasserdargebotsproblemen zu kämpfen. Der Verband hat die Wasserver- bzw. Entsorgung für die beantragte Industrieanlage als nicht machbar bewertet: „Wir geben zu bedenken, dass eine Genehmigung zur Grundwasserförderung für andere Antragsteller als den zuständigen Wasserversorger die öffentliche Trinkwasserversorgung gefährdet.“ heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes.
  • Der Verkehrsclub Deutschland weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass eine drastischen Zunahme des Güterverkehrs auf der Eisenbahnstrecke Berlin –Frankfurt (Oder) zu rechnen ist. Gleichzeitig müsste aber auf dieser Strecke der Takt des Personenverkehrs verdichtet werden, wenn die Beschäftigten der Gigafactory nicht die Autobahn verstopfen sollen.
Ob große und schwere Fahrzeugmodelle wie das zur Fertigung in Grünheide vorgesehene SUV Modell Y einen sinnvollen Beitrag zur Verkehrswende leisten, wird auch vom VCD bezweifelt. Sie könnten vielmehr zu einer „Verschärfung bestehender Problemlagen“ führen.


Tesla muss Rodungen in Grünheide stoppen

(dpa) - 16. Februar, 2020

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/elektroautobauer-tesla-muss-rodungen-in-brandenburg-stoppen-a-1304790.html


Gericht stoppt Tesla: "Klagewahn führt in ökonomische Sackgasse"

In Shanghai konnte Tesla seine Fabrik in Rekordzeit hochziehen. Bei seinem Projekt in Deutschland muss der Autobauer feststellen, dass hierzulande alles etwas schwieriger ist. Die "Grüne Liga", die bei einem anderen Prozess mit der Deutschen Umwelthilfe kooperierte, schießt gegen Tesla.

FOCUS-Online, 18. Februar, 2020

https://www.focus.de/finanzen/boerse/in-gruenheide-oberverwaltungsgericht-stoppt-rodung-fuer-tesla-werk-vorlaeufig_id_11669334.html


Altmaier warnt vor Verzögerung von Tesla-Projekt in Brandenburg

Die Baumfällarbeiten auf dem Gelände des geplanten Werks in Brandenburg wurden von einem Gericht gestoppt. Das bringt den ambitionierten Zeitplan von Tesla ins Wanken – und sorgt für Kritik aus der Politik.

(dpa) - 18. Februar, 2020

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_87357654/tesla-fabrik-in-brandenburg-altmaier-warnt-vor-verzoegerung-von-projekt.html


Tesla-Rodung: CDU für Änderung des Verbandsklagerechts

(dpa) - 18. Februar, 2020

https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/tesla-rodung_-cdu-sieht-verbandsklagerecht-kritisch-43834581.html


Tesla darf Wald auf eigenes Risiko roden

Das Landesumweltamt hat dem E-Auto-Hersteller Tesla die Genehmigung erteilt, die Baustelle in Grünheide vorzubereiten, Straßen in den Wald zu legen und 91,5 Hektar Wald zu roden. Dabei steht die Genehmigung für die Fabrik auf dem Gelände eigentlich noch aus.

(rbb) . 13. Februar, 2020

https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/wirtschaft/tesla/2020/brandenburg-gruenheide-tesla-baubeginn-kreistag-oder-spree-steuerungsgruppe1.html


Im Tesla-Streit wird der Rechtsstaat in die Mangel genommen

Teslas geplante Gigafactory in Brandenburg ist jetzt ein Fall fürs Gericht. Das hat Folgen: Der verhängte Rodungsstopp zeigt, wie der Rechtsstaat von drei Seiten in die Mangel genommen wird.

Eine Kolumne von Ursula Weidenfeld, T-Online, 18.2.20

https://www.t-online.de/finanzen/id_87360002/der-streit-um-teslas-gigafactory-zeigt-dem-rechtsstaat-grenzen-auf.html


Wird das Tesla-Projekt bei Berlin zum Testfall für Deutschland?

Ein gerichtlich verfügter vorläufiger Rodungs-Stop bringt den Zeitplan für die Errichtung eines Tesla-Werks in Brandenburg in Gefahr. Dies verschafft der Debatte über die deutsche Standortpolitik neue Nahrung.

Von René Höltschi, Neue Zürcher Zeitung, 18.2.20

https://www.nzz.ch/wirtschaft/tesla-projekt-bei-berlin-ein-testfall-fuer-deutschland-nzz-ld.1541215


Die Angst vor Teslas Giga-Fabrik

Elon Musk will Grünheide zu einer von weltweit vier Produktionsstätten seiner Tesla-Autos machen. Kritiker monieren die Rodung großer Waldflächen, Anwohner fürchten um ihr Trinkwasser. Was ist da dran?

Von Julia Köppe, SPIEGEL-Online, 8.2.20

https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/tesla-in-brandenburg-wie-sehr-gefaehrdet-die-geplante-gigafactory-die-umwelt-a-6377684d-50a1-42e7-a16a-08dfa653ce22


Piratinnen im Tesla-Wald

Zwei Aktivistinnen besetzen am Montagvormittag mehrere Bäume in dem Waldstück bei Grünheide, das Tesla für seine Fabrik roden will.

Von Anna Klöpper, taz, 17.2.20

https://taz.de/Besetzte-Baeume-gegen-Tesla-Fabrik/!5664873/


Tesla plant Umsiedlung von Waldameisen und Zauneidechsen

400 Nistkästen sollen angebracht und Tierarten umgesiedelt werden: Der Elektroautohersteller Tesla will mit Umweltschutzmaßnahmen Bedenken gegen das geplante Werk in Brandenburg zerstreuen.

(dpa) - 12. Februar, 2020

https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/tesla-in-brandenburg-wie-sehr-gefaehrdet-die-geplante-gigafactory-die-umwelt-a-6377684d-50a1-42e7-a16a-08dfa653ce22


Wo Tesla in Brandenburg Wald aufforsten wird

In den nächsten Wochen werden für das geplante Tesla-Werk mehr als 90 Hektar Kiefernwald bei Grünheide gerodet. Nun ist weitgehend klar, wo der Elektroauto-Hersteller dafür andernorts Flächen aufforsten soll. Geplant ist, hier vor allem Laubbäume zu setzen.

(rbb) - 28. Januar, 2020

https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/tesla/beitraege/brandenburg-tesla-aufforstung-nach-rodung-orte.html




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