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Taiga



Die borealen Wälder

Lange Zeit war der größte Teil der nordischen Nadelwälder für uns nicht zugänglich und aus dem Blickwinkel: Die russische, insbesondere die sibirische Taiga. Aber auch nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" kämpfen die Wälder Russlands, der baltischen Staaten, Skandinaviens und Kanadas mit einem Imageproblem: Sie gelten als monoton, uninteressant, mückenverseucht, ökologisch weniger wertvoll und aufgrund ihrer großen Ausdehnung als nicht bedroht. Bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass die borealen Wälder zwar nicht so artenreich wie die tropischen Regenwälder sind, dass die Biodiversität innerhalb der Arten und die strukturelle Vielfalt auf Landschaftsebene von der Fachwelt aber völlig unterschätzt worden sind. Auch die Bilder von der Schönheit der Taiga und von der reichhaltigen, aber bedrohten Kultur der indigenen Völker dort gelangen erst langsam in das öffentliche Bewusstsein. Selbst die Mückenplagen im Sommer und die riesigen Nagetierpopulationen erscheinen in einem neuen Licht, wenn man deren Bedeutung für die globalen Nahrungsketten erkennt (vgl. Rentier- und Vogelwanderungen!).

Seit jeher sind die borealen Wälder von wirtschaftlicher Bedeutung: Während früher der Pelzhandel Motor der Erschließung war, so sind es heute Zellstoff für die Papierherstellung sowie verschiedene Bodenschätze wie z.B. Öl. Die Umweltverbände entdeckten die borealen Wälder erst Anfang der 90er Jahre, als nach dem Erdgipfel von Rio nach globalen Waldschutzstrategien gesucht wurde. Lange Zeit waren die Proteste und Hilferufe von lokalen Initiativen und indigenen Völkern in der unendlichen Weite der Taiga verhallt; nun fanden sie mit Hilfe westlicher und internationaler Organisationen Gehör und konnten aus den Erfahrungen der Regenwaldkampagnen lernen. Mit dem Taiga Rescue Network bildete sich ein einzigartiges, globales Netzwerk zum Schutz der borealen Wälder mit übersichtlichen Strukturen und hoher Effektivität.


Quelle: BOREAS-Projekt. Weitere Karten hier.



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