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Aktuell

AKTION zu Amazonien

Attacke auf den Amazonas­regenwald abwenden!

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 14.1.19

Der brasilianische Amazonasregenwald ist in höchster Gefahr. Die Regierung unter Präsident Bolsonaro will die Umweltgesetze massiv aufweichen. Die Territorien der Ureinwohner und die Regenwaldschutzgebiete sollen für Sojamonokulturen, Rinderweiden, Staudämme und Bergbauvorhaben Platz machen. Bitte unterzeichnen Sie die Petition.

„Die Regierung ist nur für kurze Zeit im Amt. Wir Indigene sind dagegen für immer da“, erklärt Leila Rocha vom Volk der Guarani Kaiowa. Mit solchen Leitsprüchen protestieren die brasilianischen Ureinwohner vor dem Parlament in der Hauptstadt Brasilia. Mit offenen Schreiben wenden sie sich an die Regeirung des südamerikanischen Landes.

Präsident Bolsonaro hat angekündigt, dass seine Regierung nicht einen einzigen Zentimeter Land den Ureinwohnern zuerkennen werde. Stattdessen will er die Naturschutzgebiete und den Amazonasregenwald für die Agrar- und Bergbauindustrie öffnen.

Die Verwaltung der indigenen Territorien wurde dem Landwirtschaftsministerium unterstellt. Als Agrarministerin ernannte er Teresa Cristina. Sie übernimmt das Amt vom Soja-Milliardär Blairo Maggi, dem weltweit größten Sojaproduzenten aus dem Bundesstaat Mato Grosso.

Bereits in den Monaten vor der Amtsübernahme Bolsonaros sind die Rodungsraten in Brasilien drastisch in die Höhe geschnellt. Zwischen August und November wurden 287 km2 Wald abgeholzt, eine Steigerung um über 400%. Auf Mato Grosso entfielen dabei allein 175 km2, 85% davon illegal.

Schon seit Jahren kämpfen die brasilianischen Indigenen gegen von der Agrar- und Bergbauindustrie vorangetriebene Verfassungs- und Gesetzesänderungen. Dazu gehört der Antrag PEC 215, der es dem Parlament ermöglichen soll, die staatlichen Natur- und indigenen Schutzgebiete aufzuheben. Schon mehrmals konnten die Ureinwohner PEC 215 stoppen. Sie besetzten den Kongress in Brasilia, ihre Demos verhinderten die Debatte im Parlament.

Bitte helfen Sie die drohende Welle der Abholzungen zu vermindern und unterzeichnen Sie unsere Petition an die Regierung.

Zur AKTION


«Das Agrarministerium will möglichst viel Regenwald abholzen»

SRF, 22. Januar, 2019

https://www.srf.ch/news/international/brasilien-am-wef-das-agrarministerium-will-moeglichst-viel-regenwald-abholzen


Bolsonaro strebt Regenwald-Nutzung an

Über „Globalisierung 4.0“ soll in Davos geredet werden. Doch auch viele andere Themen geben die Richtung vor.

Von Benedikt von Imhoff und Denis Düttmann, dpa sowie Marco Engemann, dpa-AFX, 22.1.19

https://www.mittelbayerische.de/politik-nachrichten/bolsonaro-strebt-regenwald-nutzung-an-21771-art1741959.html


Angst um Regenwald im Amazonasgebiet spaltet Brasilien

Brasiliens neuer Präsident Bolsonaro will Regenwald für die Wirtschaft öffnen. Auch Deutschlands Gier nach Soja treibt Abholzung an.

Von Jürgen Polzin, Berliner Morgenpost, 21.1.19

https://www.morgenpost.de/web-wissen/article216258435/Angst-um-Regenwald-im-Amazonasgebiet-spaltet-Brasilien.html


Europa-Abgeordnete rebellieren gegen Abkommen mit Südamerika

Die EU-Kommission will dieses Jahr einen Freihandelsvertrag mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten abschließen. Eigentlich. Doch es gibt Widerstand - wegen Brasiliens neuem Präsidenten Jair Bolsonaro.

Von Claus Hecking, SPIEGEL-Online, 18.1.19

http://www.spiegel.de/wirtschaft/brasilien-eu-abgeordnete-rebellieren-gegen-freihandelsabkommen-mit-mercosur-a-1248216.html


"Bedenken Sie, was wir Europäer an Wäldern kaputtgemacht haben"

Jürgen Kesselmeier forscht seit über 30 Jahren im Amazonasbecken. Sieht er den Regenwald durch Brasiliens neuen Präsidenten Jair Bolsonaro in Gefahr?

Von Marco Evers, SPIEGEL-Online, 17.1.19

http://www.spiegel.de/plus/amazonasforscher-ueber-brasiliens-praesident-bolsonaro-und-die-gefahren-fuer-den-regenwald-a-c865d202-6789-446e-9402-c1ab32bc4c3f


Ermittlungen gegen Missionar wegen „Eindringens in das Land von Unkontaktierten“

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 21.1.19

Ein amerikanischer Missionar wird von brasilianischen Behörden befragt, nachdem er angeblich das Gebiet eines unkontaktierten Volkes betreten hatte. Berichten zufolge wurde Steve Campbell, ein Missionar der Greene Baptist Church in Maine, von Beamten der FUNAI (Abteilung für indigene Angelegenheiten der brasilianischen Regierung) befragt. Er könnte wegen Völkermordes vor Gericht gestellt werden.

In der brasilianischen Presse wird berichtet, Herr Campbell habe mithilfe eines lokalen Führers, der kürzlich an einer FUNAI-Expedition teilgenommen hatte, das Gebiet des Hi-Merima-Volkes betreten. Berichten zufolge besuchte er indigene Camps, die FUNAI im Rahmen ihrer Arbeit zur Überwachung des Territoriums unkontaktierter Völker aufgesucht hatte.

Erst vor zwei Monaten sorgte die Tötung eines anderen Missionars, John Allen Chau, durch Angehörige der unkontaktierten Sentinelesen, für Schlagzeilen. Chau hatte versucht ihre Insel im Indischen Ozean zu besuchen, um die Sentinelesen zum Christentum zu bekehren.

Herr Campbell hat sein Vorgehen angeblich verteidigt, indem er erklärte, dass er Angehörigen eines benachbarten Volkes, den Jamamadi, die Verwendung von GPS beibringt und dass das Betreten des Gebietes der Hi-Merima-Indigenen der einzige Weg gewesen sei, um an sein Ziel zu gelangen.

Die Ernennung der evangelikalen Predigerin Damares Alves zur neuen Ministerin mit Verantwortung für indigene Völker unter Präsident Jair Bolsonaro wird wahrscheinlich andere Missionare dazu ermutigen, Kontakt zu isolierten Völkern aufzunehmen.

Unkontaktierte Völker sind die bedrohtesten Gesellschaften unseres Planeten. Ganze Völker werden durch die völkermörderische Gewalt Außenstehender ausgelöscht. Diese Eindringlinge rauben nicht nur ihr Land und ihre Ressourcen, sondern schleppen auch Krankheiten wie Grippe oder Masern ein, gegen die Unkontaktierte keine Abwehrkräfte haben.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: „Christlich-fundamentalistische US-Missionare müssen von diesem primitiven Drang abgehalten werden, mit bisher unkontaktierten Völkern Kontakt aufzunehmen. Es kann zu dem Martyrium führen, das sie suchen, aber es endet immer mit dem Tod von Indigenen.“




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