powered by <wdss>
Veranstaltung

3sat: Brennpunkt Regenwald - Klimaschutz in Zentralafrika

Das zentralafrikanische Kongobecken mit seinen artenreichen Ökosystemen stellt die zweitgrößten Regenwaldvorkommen der Erde. Mit 168 Millionen Hektar entspricht es etwa einem Drittel des Amazonas-Regenwaldes mit 526 Millionen Hektar. Dieser Anteil Afrikas am äquatorialen Regenwaldgürtel ist entscheidend für die regionalen Regenfälle bis in die Sahelzone. Trotzdem bekommt er nur einen Bruchteil jener Aufmerksamkeit, die - zu Recht - dem Amazonas zuteilwird. Aber selbst dort gerät er zumeist erst dann in den medialen Fokus, wenn er buchstäblich brennt. In den verbliebenen tropischen Regenwäldern Amazoniens und des zentralafrikanischen Kongobeckens entscheidet sich das Schicksal des Planeten. Das mag pathetisch klingen, entspricht jedoch der derzeitigen Faktenlage zur Klimakrise. Der Weltklimarat benennt seit gut zwei Jahrzehnten jene Kipppunkte - "tipping points" -, deren unumkehrbare Folgen für das Weltklima zu unkontrollierbaren Kettenreaktionen führen würden. Die weitere Zerstörung dieser beiden tropischen Regenwald-Systeme gehört dazu. Der Regenwald, und mit ihm die natürlichen Ökosysteme, die er nährt, verdienen es, zum Brennpunkt zu werden. Das hieße auch, die Schlüsselfunktion dieser Lebensader in der gegenwärtigen Klimakrise zu erkennen und entsprechend zu handeln. Gabun gab sich daher das Ziel: Regenwald zuerst! "Rainforest first!". Unter dem Motto "Grünes Gabun" will das zentralafrikanische Land mit gutem Beispiel vorangehen. Seinen Vorsitz bei den "Afrikanischen Verhandlungsrunden zum Klimawandel" (AGN) möchte Gabun dafür nützen, auf die regionale und globale Bedeutung der tropischen Regenwälder aufmerksam zu machen.

Datum: Do, 6. Mai 2021 23:00 Uhr - 23:45 Uhr
 

Druckversion