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Baum des Jahres 2012

Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner pflanzt den Baum des Jahres 2012: die Europäische Lärche

BMELV Pressemitteilung, 30.10.12

Berlin - Mit knapp drei Prozent Anteil am deutschen Wald ist die Europäische Lärche ein häufig vorkommender Baum in unseren Breiten. Zum Baum des Jahres 2012 gewählt worden ist sie unter anderem aufgrund ihrer ganz besonderen Eigenschaft, als einziger heimischer Nadelbaum die Nadeln im Herbst gelb zu färben und im Winter abzuwerfen. Darüber hinaus trotzt die Lärche auch extremen Bedingungen. Weder Temperaturen von minus 40 Grad, noch sommerliche Hitze können ihr etwas anhaben. Diese Zähigkeit überträgt sich auf ihr Holz, das als eines der härtesten und dauerhaftesten Nadelhölzer überall dort eingesetzt wird, wo große witterungsbedingte Belastungen auszuhalten sind.

Um den Baum des Jahres und seine besonderen Eigenschaften zu würdigen, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner heute zusammen mit Jörg Vogelsänger, Landwirtschaftsminister des Landes Brandenburg, und Christoph Rullmann, Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), mehrere Europäische Lärchen vor der Wildmeisterei in Potsdam gepflanzt.

„Bäume sind ein Kulturgut, das wir pflegen und schützen müssen, um es für unsere Nachkommen zu erhalten. Gleichzeitig leisten sie einen wertvollen ökonomischen und ökologischen Beitrag für unsere Gesellschaft", sagte die Ministerin, die gemeinsam mit einer Schulklasse der Waldschule Potsdam die Lärchen pflanzte. Anschließend würdigte sie die Arbeit der „SOKO Wald", die am Vormittag mit dem Waldmobil Station in der Wildmeisterei gemacht hatte und den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der Lärche und des Waldes näher gebracht hatte.

Die „SOKO Wald" ist ein waldpädagogisches Bildungskonzept, das in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der SDW 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder entwickelt wurde, damit Schüler den Wald besser kennen und schätzen lernen. Mit speziell ausgestatteten Waldmobilen haben die Waldpädagogen mittlerweile über 60 Städte und 13.000 Schülerinnen und Schüler besucht. Dieses erfolgreiche und kürzlich von der UNESCO ausgezeichnete Bildungsprojekt soll im nächsten Jahr, zum 300. Geburtstag des vom sächsischen Forstgelehrten Hans Carl von Carlowitz begründeten Begriffes „Nachhaltigkeit", fortgesetzt werden.

Hintergrundinformation: Rund ein Drittel der Fläche Deutschlands, etwa 11,1 Millionen Hektar, ist von Wäldern bedeckt. Die Waldfläche nimmt beständig zu, in den letzten 40 Jahren um rund 10 Prozent.

Im deutschen Wald wachsen 76 Baumarten. Die vier häufigsten Baumarten in Deutschland sind mit 28 Prozent die Fichten, gefolgt von den Kiefern mit 24 Prozent, der Buche mit 15 Prozent und der Eiche mit 10 Prozent.

Der Wald ist aber nicht nur Lebensraum für tausende Tier- und Pflanzenarten, sondern auch Arbeitsplatz für 1,2 Millionen Menschen und Erholungsort vor der eigenen Haustür.




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