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Aktuell

Schwarzbuch WWF (erweitert)

WWF geht gegen Falschaussagen eines Buches vor

Das Landgericht Köln hat die Entscheidung über die vom WWF beantragte einstweilige Verfügung gegen falsche Tatsachenbehauptungen des „Schwarzbuch WWF“ vertagt und gütliche Einigung empfohlen

WWF Pressemitteilung, 16.6.12

Köln - „Wir sind sehr gut vorbereitet in die Verhandlung gegangen. Der WWF hat Dokumente, Karten und Belege angeführt, die unsere Argumentation begründen“, so Marco Vollmar, Mitglied der Geschäftsführung beim WWF Deutschland. WWF-Anwalt Helge Reich sagte, es sei Huismanns gutes Recht, den WWF zu kritisieren. Falschaussagen müsse man jedoch nicht hinnehmen.

Eine Entscheidung wird am 20. Juli getroffen. Der WWF hat zahlreiche Falschbehauptungen identifiziert. So wird behauptet, der WWF opfere große Waldflächen, solange nur ein Rest von etwa 10 Prozent der Erdoberfläche als Nationalparks erhalten bleibe. Ebenso falsch ist, für den WWF seien Sekundärwälder grundsätzlich nicht schutzwürdig, sondern lediglich Primärwälder. Nicht zutreffend ist darüber hinaus, dass der WWF sich erst nach dem AKW-Unglück von Fukushima in 2011 von der Atomenergie distanziert habe. Auch der Vorwurf, der WWF kooperiere mit Gentechnikunternehmen wie Monsanto oder Agrarkonzernen wie Wilmar, ist nicht zutreffend. Der WWF wendet sich außerdem gegen die Aussage, der WWF unterstütze die Entrechtung und Vertreibung indigener Völker aus ihren angestammten Gebieten.

„Das Gericht wird die vorgetragenen Argumente prüfen und einen Einigungsvorschlag unterbreiten“, so Marco Vollmar nach der Verhandlung. Ziel des WWF ist es, gegen zahlreiche falsche Tatsachenbehauptungen eine einstweilige Verfügung zu erwirken. Das Buch ist letztlich eine Weiterverwertung und Aufbereitung einer TV-Produktion desselben Autors. Gegen diesen Film liegen bereits einstweilige Verfügungen vor. Hier dürfen die Sender WDR und SWR diverse Falschaussagen nicht mehr verbreiten.

Einen Teilerfolg konnte in einem weiteren Verfahren für eine WWF-Mitarbeiterin errungen werden. Aus dem beanstandeten Buch muss ein Interview in einer kommenden Auflage gestrichen werden. Die WWF-Mitarbeiterin darf nicht mehr zitiert werden, ihr Bild darf nicht mehr verwendet werden und ihr Name wird nicht mehr genannt. Darauf einigten sich die Umweltorganisation und der Buchautor vor dem Landgericht Köln auf Widerruf.


WWF drängt kritisches Buch vom Markt

Frankfurter Allgemeine, 2.6.12

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/druck-auf-buchhaendler-wwf-draengt-kritisches-buch-vom-markt-11771956.html


Zensur

dju in ver.di verurteilt Zensurversuche von WWF Deutschland und Buchvertriebsfirmen

dju in ver.di Pressemitteilung, 7.6.12

Als „nicht akzeptablen Versuch rechtlich zweifelhafter Einschüchterungsversuche“ bezeichnete die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten Union (dju in ver.di), Cornelia Haß, das Vorgehen des World Wildlife Fund (WWF) Deutschland gegen den Autor Wilfried Huismann. Der dreifache Grimmepreisträger hat im Gütersloher Verlagshaus das „Schwarzbuch WWF“ herausgebracht. dju in ver.di-Mitglied Huismann hält im Ergebnis seiner internationalen Recherche dem WWF vor, durch seine Partnerschaftspolitik mit multinationalen Konzernen in belegbaren Fällen indirekt zur Naturzerstörung beizutragen.

Diese Vorwürfe will der WWF nicht akzeptieren. Doch anstatt das Ergebnis einer rechtsstaatlichen Prüfung seiner Gegenvorwürfe abzuwarten, werden Vertriebsfirmen und Versandhandel wie Thalia, Libri, KNV oder Amazon aufgefordert, wegen zehn willkürlich herausgegriffener Aussagen Huismanns in dem 255-Seiten-Buch dessen Weiterverbreitung zu unterlassen. Darauf haben die Firmen gleich das ganze Buch aus ihrem Programm genommen, so dass dieses zurzeit nur relativ mühsam direkt über den Verlag bezogen werden kann.

Dabei hat der WWF Deutschland bislang rechtlich nichts gegen das Buch in der Hand. Über eine beantragte einstweilige Verfügung entscheidet das Landgericht Köln erst am Freitag in einer Woche (15. Juni). „Auf die Einschüchterung durch den WWF, der damit seine Glaubwürdigkeit als Umweltschutzorganisation zu verlieren droht, reagieren die Vertriebsfirmen mit voraus eilendem Gehorsam und versuchen, mit ihrer wirtschaftlichen Macht ein kritisches Buch vom Markt zu drängen“, kritisierte Haß.


„Wir kuschen nicht!“

Osiander und eBuch verkaufen das „Schwarzbuch WWF“ plakativ

Buchreport, 6.6.12

http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2012/06/06/wir-kuschen-nicht.htm


WWF und Huismann: WWF wehrt sich gegen Vorwürfe

Von Steven Geyer, Berliner Zeitung, 6.6.12

http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/wwf-und-huismann-wwf-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe,10808230,16310704.html


"Der WWF nimmt von den Kahlschlägern kein Geld"

Dem Naturschutzverband WWF wird die Nähe zu Firmen vorgeworfen, die den Regenwald bedrohen. Der Geschäftsführer des Verbandes wehrt sich gegen die Angriffe. Er halte nichts von Ideologien.

Von Ulli Kulke und Norbert Lossau, DIE WELT, 12.6.12

http://www.welt.de/dieweltbewegen/article106497077/Der-WWF-nimmt-von-den-Kahlschlaegern-kein-Geld.html




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