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Aktuell

Vor der UN-Biodiversitäts-Konferenz (2)

UN-Konferenz in Indien

Von Eva Schaper, Greenpeace-Online, 8.10.12

In Hyderabad / Neu Delhi findet zum elften Mal die UN-Konferenz zum Thema biologische Vielfalt statt. Am Vorabend der Veranstaltung forderte Greenpeace, dass die indische Regierung die massive Ausweitung der Kohleförderung in Waldgebieten überdenken muss. Die gegenwärtige Politik den Kohlebergbau zu steigern, zerstört die Umwelt - einschließlich des bedrohten Lebensraums des indischen Tigers. Zudem müssen Zehntausende Bürgerinnen und Bürger ihre Häuser verlassen.

Indien vernichtet mit der Ausbreitung von Kohleförderung sein kostbares biologisches Erbe, welches das Land beschützen und nicht zerstören sollte. Anstelle als Gastgeber der renommierten UN-Konferenz Führungsqualitäten zu beweisen, wählt die Regierung den Weg der Zerstörung von Zehntausenden Hektar Wald. Dies erläuterte Samit Aich, Geschäftsführer von Greenpeace, wenige Stunden vor Eröffnung der Konferenz.

Eine Studie von Greenpeace zeigt, dass allein 13 Kohlefelder in der indischen Landschaft zur Folge haben, dass mehr als 1,1 Millionen Hektar unberührter Wälder zerstört werden. Mehr als 14.000 indigene Völker werden ihre Häuser und damit ihre Lebensgrundlage verlieren. Sie werden gezwungen in sogenannten „Rehabilitationszentren“ zu leben, ohne Möglichkeit ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Die Auswirkungen auf die Umwelt dezimieren die indische biologische Vielfalt

Samit Aich erklärt weiter, dass das Verbrennen von Kohle auf lange Sicht irreversible Schäden durch CO2-Emissionen an unserem Planeten verursacht. Die Zerstörung des natürlichen Lebensraums und tausender Menschenleben ist nicht die Art von Fortschritt, welche sich Indien und seine Bevölkerung wünschen. Die indische Regierung muss den staatlich geförderten Vandalismus durch die Einführung eines verbindlichen Moratoriums der Kohleförderung beenden. Die Abholzung der Wälder hat die energiepolitischen Ziele der Regierung bereits überschritten.

Umweltminister haben die Möglichkeit die Artenvielfalt zu schützen

An der Konferenz in Hyderabad nehmen die Umweltminister aus allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen teil. In der Konferenz kann über zukünftige internationale Abkommen, die verpflichten die biologische Artenvielfalt zu schützen, entschieden werden.

Eines der wichtigsten Themen der Konferenz beschäftigt sich mit dem Schutz der Meere und Nachhaltigkeit in internationalen Gewässern. Auf der Tagesordnung steht der Schutz von ökologisch oder biologisch bedeutsamsten Meeresgebieten, wie die nachhaltige Fischerei und die Auswirkungen menschlichen Verhaltens auf die Küsten- und Meeresvielfalt.


Finanzierung für biologische Vielfalt sichern

NABU fordert konkrete Zusagen beim UN-Naturschutzgipfel in Hyderabad

NABU-Online, 8.10.12

Zum Beginn des Weltnaturschutzgipfels im indischen Hyderabad (8. bis 19. Oktober) fordert der NABU alle 193 teilnehmenden Regierungen auf, endlich die notwendigen finanziellen Weichen für die Rettung der biologischen Vielfalt zu stellen. „Alle Lippenbekenntnisse helfen nichts, wenn die Regierungen nicht endlich Taten folgen lassen. Ohne konkrete Finanzzusagen in Hyderabad riskieren wir einen unumkehrbaren Verlust der Arten und Folgekosten in Billionenhöhe“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Nach Schätzungen der Umweltverbände müssen weltweit jährlich mindestens 50 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln bereitgestellt werden, um das Artensterben zu stoppen und die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme zu erhalten. Derzeit liegen die Ausgaben bei etwa 30 Milliarden Euro pro Jahr.

Artensterben stoppen

Um die fehlenden 20 Milliarden Euro aufzubringen, müssen die Regierungen nun verbindlich festlegen, welche Beiträge dazu von welchen Staaten geleistet werden. „Vor allem die Industrienationen stehen in Hyderabad in der Verantwortung. Ihre Naturschutzhilfen an die Entwicklungsländer müssen mindestens verdoppelt werden, von derzeit etwa fünf auf zehn Milliarden Euro jährlich. Dies kann auch durch eine schrittweise Steigerung der Mittel um 20 Prozent pro Jahr erreicht werden“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Im Verhandlungsdokument der Konferenz findet sich bereits der Vorschlag zur zehnprozentigen Steigerung, der den meisten Industriestaaten aber zu weit geht.

Darüber hinaus fordert der NABU einen gemeinsamen Beschluss aller Staaten, einschließlich der Entwicklungsländer, die staatlichen Ausgaben für den Schutz der biologischen Vielfalt im eigenen Land von nun an jährlich um durchschnittlich zehn Prozent zu steigern.

Politik des Nichtstuns muss enden

Trotz knapper öffentlicher Haushalte sind diese Forderungen aus Sicht des NABU mehr als gerechtfertigt und erfüllbar. Laut EU-Kommission könnten die Kosten des Artenverlusts andernfalls allein in Europa bis 2050 auf jährlich eine Billion Euro steigen. Dazu zählen Verluste durch den Wegfall von Leistungen, die die Natur bislang kostenlos erbringt: zum Beispiel die Trinkwasserspeicherung und -reinigung durch Moore, die Speicherung von Treibhausgasen in Wäldern oder die unersetzlichen Bestäubungsleistungen der Insekten im Obstbau. Eine artenreiche Natur ist zudem die kostengünstigste Versicherung gegen den Klimawandel, denn sie bremst Hochwässer, mildert Dürreperioden und spart letztlich auch Gesundheitskosten.

„Wenn die Weltgemeinschaft weiterhin eine Politik des Nichtstuns an den Tag legt, müssen wir künftig auch die Kosten des Nichtstuns tragen. Dabei haben es die Staaten in Hyderabad in der Hand: Investieren sie jetzt 50 Milliarden Dollar pro Jahr, verhindern sie Folgekosten in zwanzigfacher Höhe. Diese einfache Rechnung sollte jedem Finanzminister einleuchten“, so Konstantin Kreiser, NABU-Experte für Internationale Biodiversitätspolitik.

Dass das notwendige Geld vorhanden ist, beweist die EU derzeit durch ihre Agrarsubventionen. Trotz Finanzkrise sind die EU-Länder auf dem besten Wege, 40 Milliarden Euro jährlich allein für umweltschädliche Direktzahlungen an die Landwirtschaft bis 2020 zu beschließen.


DNR: Weltweiter Verlust an biologischer Vielfalt muss endlich gestoppt werden

Biodiversitätskonvention (CBD) - 11. Vertragsstaatenkonferenz in Hyderabad in Indien

DNR Pressemitteilung, 6.10.12

Vom 8.-19. Oktober 2012 treffen sich im indischen Hyderabad die 192 Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention zum 11. Mal. Kernthema auf der Konferenz werden konkrete Finanzierungszusagen sein, damit die auf der vergangenen Konferenz beschlossenen Biodiversitätsziele umgesetzt werden können. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) forderte die Bundesregierung auf, zusammen mit der EU für einen Erfolg der UN-Konferenz zu sorgen. DNR-Präsident Hubert Weinzierl: " Bundeskanzlerin Merkel muss die bei der 9. Vertragsstaatenkonferenz 2008 in Bonn gemachte Zusage von jährlich zusätzlichen 500 Millionen Euro für den internationalen Schutz der biologischen Vielfalt ab 2013 als weltweites Vorbild besonders herausstellen, um weitere Zusagen anderer Staaten zu erreichen".

An der vorangegangenen 10. CBD-Vertragsstaatenkonferenz im japanischen Nagoya wurden weitreichende Beschlüsse getroffen: den strategischen Plan mit den Biodiversitätszielen, die bis 2020 erreicht werden müssen, darunter die Abschaffung biodiversitätsschädlicher Subventionen, um den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten, die Vereinbarung für ein weltweites Regime gegen Biopiraterie («Nagoya-Protokoll») und ein Ablaufplan für die Ermittlung der benötigten finanziellen Ressourcen. Insbesondere bei Letzterem verlaufen die Vorarbeiten zur Konferenz nur schleppend.

Nur wenige Länder haben die Aufgaben erledigt. In Nagoya war 2010 beschlossen worden, dass bis Mitte 2011 eine detaillierte Übersicht über die Finanzierung für die Biodiversität in allen Ländern weltweit erarbeitet werden soll. Erstens über die Höhe der Ausgaben für Biodiversität, zweitens zu den umweltschädigenden Subventionen und wie sie vermieden werden können und drittens zu den benötigten zusätzlichen Mitteln, um die biologische Vielfalt zu retten. Auch Deutschland hat diese Aufgaben noch nicht erfüllt.

Klar ist aber bereits jetzt, dass es deutlich mehr Geld brauchen wird, um den Verlust der Biodiversität aufhalten zu können: Allein die Globale Umweltfazilität (GEF), der internationale Fonds für die Umwelt mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Dollar für die biologische Vielfalt, muss nach Expertenschätzungen 100 bis 200 mal so viel Geld für Biodiversität einplanen wie bisher, wenn die Biodiversitätsziele 2020 erreicht werden sollen.

Der Generalsekretär des DNR, Helmut Röscheisen, wird vor Ort sein und regelmäßig über aktuelle und interessante Ergebnisse berichten und zwar unter www.dnr.de/aktuell/ COP 11 in Hyderabad.


Gesucht: Eine halbe Billion Euro für die Artenvielfalt

(dpa) - 9. Oktober, 2012

http://www.greenpeace-magazin.de/aktuell/2012/10/08/eine-halbe-billion-euro-fuer-die-artenvielfalt/


Deutschland muss auf UN-Naturschutzgipfel überzeugen

(dpa) - 8. Oktober, 2012

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Umwelt/Deutschland-UN-Naturschutzgipfel_article1349686986.html


Ziele sind formuliert, Finanzierung ist unklar

Von Christian Mihatsch, Badische Zeitung, 9.10.12

http://www.badische-zeitung.de/panorama/ziele-sind-formuliert-finanzierung-ist-unklar--64430656.html


COP11 – Wie viel Geld ist uns die natürliche Lebensgrundlage kommender Generationen wert?

Von Sebastian Tilch, Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland, 8.10.12

"Wenn die Erde eine Bank wäre, ihr hättet sie längst gerettet!" sagte Sir Nicolas Stern, der 2005 mit dem gleichnamigen Report der Welt die Kosten durch den Klimawandel aufzeigte. Der Satz wird wohl auch im Zusammenhang mit der ab dem 8. Oktober stattfindenden UN-Vertragstaatenkonferenz zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) fallen. Denn gerade in Zeiten der Finanzkrise wird deutlich, wo die Prioritäten der derzeitigen Politik liegen. Während für die Stabilisierung der Währung mit Milliardensummen nicht gegeizt wird, dürften sie in der nicht minder wichtigen Frage nach der Zukunft unserer natürlichen Lebensgrundlage nicht so leicht von der öffentlichen Hand gehen. Hatten sich die Staatsvertreter bei der letzten „Conference of the Parties" (COP) in Japan noch vor finanziellen Zusagen gescheut, werden sie dieses Mal kaum darum herum kommen. Eine Schätzung über die benötigten Summen zur Umsetzung der 2010 mühsam herausgehandelten 20 Ziele zur Rettung der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 liegt nun vor, und die stehen jenen gegen die Finanzkrise in nichts nach. Der wirkliche Kampf steht also erst noch aus. Experten vor Ort berichten aktuell für den NeFo-Blog aus Hyderabad über die Verhandlungen.

Die COP10 2010 in Japan wurde als großer Erfolg gefeiert. Nach knapp 20 Jahren zähen Ringens gab es eine verbindliche Einigung in der Frage, ob Entwicklungsländer, die über die meisten genetischen Ressourcen verfügen, für deren Nutzung bspw. für Pharmaprodukte, an etwaigen Gewinnen beteiligt werden müssen. Das so genannte Nagoyaprotokoll legt fest, dass jeder, der in Zukunft das Erbgut einer Pflanze oder eines Tieres nutzt aus einem Land oder einer Region nutzt, dies sicherstellen muss.

Außerdem wurde der übergeordnete Zielekatalog, der ja bereits 2010 gescheitert war, erweitert und wesentlich konkretisiert. Laut der so genannten 20 AICHI-Targets sollen bspw. bis 2020 zehn Prozent der gesamten Meeresoberfläche unter Schutz stehen, so wie 17 Prozent der globalen Landfläche (Ziel 10). Derzeit sind es gerade mal 1,5 Prozent der Meere und 13 Prozent an Land (Global Environmental Outlook 5). Deutschland steht hier mit 30 Prozent der so genannten Ausschließlichen Wirtschaftszone, also der küstennahen Gewässer gut dar, an Land sind aber nur ca. 4 % streng geschützt.

So sieht CBD-Experte Axel Paulsch vom Institut für Biodiversität - Netzwerk e.V. (ibn) in Regensburg eines der wichtigsten inhaltlichen Themen in der Einrichtung mariner Schutzgebiete außerhalb nationaler Hoheitsgewässer. Konkrete Vorschläge für solche Gebiete wurden in den letzten Jahren auf wissenschaftlicher Basis erarbeitet (siehe NeFo-Themenschwerpunkt). Nun gilt es, jene festzulegen. Auch die Restaurierung degradierter Ökosysteme wird laut Paulsch ein Schwerpunkt sein. Hier gilt es festzulegen, in welchen Ökosystemen entsprechende Maßnahmen prioritär durchgeführt werden sollen.

Die wohl heikelsten Beschlüsse der UN-Vertragstaaten in Nagoya sind wohl jene, bis 2020 die gesamte Land- und Forst- und Fischerwirtschaft nachhaltig zu gestalten und die Erhaltung der Biodiversität zu garantieren (Ziele 6 und 7) und hierfür sämtlichen schädlichen Subventionen zu beseitigen bzw. zu reformieren oder neue Anreizmaßnahmen einzurichten (Ziel 3). Wie ernst es die Delegierten der Länder mit all diesen Durchbrüchen und Beschlüssen meinen, zeigt sich letztendlich in der Bereitschaft, dafür auch Opfer zu bringen. Und diese Debatte wurde auf die nun kommende Vertragstaatenkonferenz verlegt.

"Die spannendste Debatte in Hydrabad wird jene ums Geld sein", erwartet Paulsch. „Dieses Thema wurde letztes Mal noch ausgespart. Diesmal kommen die Verhandler nicht mehr drum herum, klare Zahlen zu benennen." Schon in den vergangenen Konferenzen hatten v.a. die Entwicklungsländer von den Industrieländern eine wesentliche Aufstockung des Budgets zur Umsetzung der 2020-Ziele eingefordert. Bis zu 50 Mal mehr Geld als bisher sollte nach Vorstellungen Brasiliens auf den Tisch, sonst würden sie überhaupt keinen Schutzzielen mehr zustimmen. Ähnlich sehen es andere Entwicklungsländer. Da diese Zahlen jedoch keiner konkrete Rechengrundlagen entsprangen, sollte bis zur COP in Indien eine Auflistung erstellt werden, wie viel Geld denn für welche Maßnahmen überhaupt benötigt würde. Diese Liste liegt nun vor, erstellt von einem internationalen Expertengremium unter dem Vorsitz von Pavan Sukhdev, Leiter der TEEB-Studie (The Economics of Ecosystems and Biodiversity).

Laut des Berichtes des „HIGH-LEVEL PANEL ON GLOBAL ASSESSMENT OF RESOURCES FOR IMPLEMENTING THE STRATEGIC PLAN FOR BIODIVERSITY 2011-2020" kann die Rettung der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 mit Investitionen zwischen 516 Milliarden und 2,35 Billionen US-Dollar bewerkstelligt werden. Das Stoppen der Degradierung der Lebensräume und ihren Ökosystemleistungen mit 152 300 bis 288 800 Millionen Dollar sowie der Stopp der Überfischung und die Umsetzung einer nachhaltigen Fischereiwirtschaft mit 129 900 Millionen bis 292 200 Millionen Dollar machen hier die größten Posten aus.

Die Umstellung der globalen Land- und Forstwirtschaft auf nachhaltig kommt mit da mit 20 800 bis 21 700 Millionen Dollar Investitionskosten bis 2020 erstaunlich günstig weg. Die große Spannbreite kommt dabei durch die unterschiedliche Bewertung der Notwendigkeit der Maßnahmen, Unsicherheiten bezüglich der möglichen Synergieeffekte bestimmter Maßnahmen auf mehrere Ziele sowie der unzureichenden Datenlage zustande. Dadurch ist eine Abschätzung für viele Felder schwierig und bietet Raum für Diskussionen über die richtigen Maßnahmen und deren Kosten.

Doch woher sollen die Gelder kommen? So schreibt die Expertengruppe in ihrem Bericht: „Finanzierung durch verschiedene internationale Quellen und durch verschiedenste Politikfelder ist nötig, um die gesamte Breite der wirtschaftlichen und sozialen Werte, die aus der Natur und der Erreichung der AICHI-Ziele entstehen, zu erhalten." Dabei ist klar, dass dies bei solch riesigen Summen nicht nur öffentliche Gelder sein können. Profite im privatwirtschaftlichen Sektor müssen sich an der Erhaltung des Naturkapitals beteiligen, zum Beispiel durch den fairen Vorteilsausgleich.

Investitionen in die Erhaltung von Lebensräumen sind Investitionen in die Zukunft

Eine der wesentlichen Kernbotschaften des Berichts ist: Investitionen in die Erhaltung der Ökosysteme und ihrer vielfältigen Dienstleistungen vermeiden gesellschaftliche Kosten - heute und in der Zukunft. Der dadurch entstehende Nutzen übersteigt die Kosten bei weitem. Dies zeigte auch die international hoch beachtete TEEB-Studie, die den Wert der durch die von der Natur erbrachten Leistungen für den Menschen (Ökosystemleistungen) in Zahlen fasste, und damit auch den Verlust durch den rapiden Schwund intakter Ökosysteme – ähnlich wie es Nicholas Stern für den Klimawandel tat.

Das Fazit ist das Gleiche: Je länger wir uns die Investitionen in die Zukunft zugunsten von Profitmaximierung in der Gegenwart sparen, desto teurer wird es für unsere Nachkommen. Und für die Mehrheit wird es nicht mehr nur ums Geld gehen, sondern um das pure Überleben. Gerade in Entwicklungsländern hängen noch größere Bevölkerungsteile direkt von den Produkten der Wälder und anderen Ökosystemen ab, die zunehmend bedroht sind durch Großinvestoren zur Produktion von Biotreibstoff und Viehfutter für die Industrieländer. Dass pures Wachstumsdenken nicht ungebremst weitergeführt werden kann, ist hinreichend verstanden. Nun müssen die Staatsvertreter entsprechend handeln.




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